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GnuNet: no Architecture = no Hope

Gnunet ist bald tot, weil nichts dokumentiert ist, oder Informationen zusammengesucht werden müssen. Was das Zeug (Code) macht, das es da zum Herunterladen gibt, steht nicht auf der Homepage(externer Link) .

Wikipedia kärt ein bißchen auf(externer Link) .

Es soll das Internet der nächsten Generation werden, wie auf der "Freiheit statt Angst"-Demo so hoffnungsvoll plakatiert.

Gnunet als Antwort auf die NSA bei der Demo -Freiheit statt Angst 2013

Der Artikel entspringt eigentlich meinem Ärger, dass ich mich nicht in der Lage sehe, an dem Projekt mitzuarbeiten, und dass ich beim Suchen nach Informationen so viel Zeit verschwendet habe. Mag sein, dass ich zu doof dafür bin. Aber das glaube ich nicht. Die "Skills" (mein Unwort des Jahres in der IT-Szene. Reduziert Menschen auf Fähigkeiten statt auf das Sein. Selbst "Social Skills" ist oft benutzt. Ist wie "Human capital".)

Also meine "Skills" reichen meiner Meinung nach aus. Ich wäre sicher ein wertvoller Freizeit-Mitarbeiter. Evtl. würde ich Tests schreiben, oder ich würde das Zeug oder einen kleinen Teil mal auf eine andere Programmiersprache portieren. Bloß was soll ich da programmieren? Was ist das Soll-Verhalten der Software? Steht nirgends. Das ist normal für Open-Source-Software. Bloß GnuNet ist nicht irgendeine Open-Source-Software, zumindest nicht den eigenen Ansprüchen nach.

Damit soll ein großer Teil unserer Daten übertragen werden, und zwar so, dass wir uns darauf verlassen können. Verlassen? Eher verlassen sein. Denn ich konnte nicht herausfinden, was das Zeug garantieren soll, worauf man sich verlassen können soll. Sicherheitsziele? Angreifermodell? Verfahrensweisen? Fehlanzeige.

Ich beobachte das nun schon länger und habe letzte Woche viel Freizeit (bestimmt 8 h) damit zugebracht zu verstehen, was es macht, in Vorbereitung auf das Chaos Communication Camp 2015, denn dort soll es mehrere Workshops(externer Link) dazu geben.

Es gibt dann noch Hinweise zu Artikeln.

Wie weiss ich, was in den Artikeln steht? Was relevant ist? Was realisiert ist? Was soll ich wissen, bevor ich bei den "Wissenden" mitmache?

Pro-Forma Offenheit nenne ich das. Warum schreiben die nicht erstmal einen Überblick?

Und, ehrlich gesagt, zwei Überblicksartikel habe ich in meinen 8 Stunden Arbeit darüber gelesen: Dissertation (Doktorarbeit) darüber(externer Link) und Masterarbeit über secushare(externer Link) . Sie erhellten auch nicht die genauen Ziele und Sicherheitsannnahmen.

Den Code habe ich mir dann auch noch herunter geladen. Sieht jetzt ganz ok aus. Bloß was soll ich damit? Aus dem Code lesen, was das macht? Geht wohl kaum, bei entsprechender Komplexität.

Mal sehen, was das Camp bringt. Vielleicht erklären mir die Leute ja ganz viel. Hitze und Partylärm haben mich vom Besuch der Sessions abgehalten.

Bloß nichts über Politik! So wie jetzt auf der Homepage von gnunet der erste Artikel(externer Link) . Wirkt für mich eher wie ein Alive-Zeichen: Die Seite gehört noch jemanden! Aber was will ich, als möglicher Nutzer der Software, davon wissen? Nutzer werden durch die Homepage jedenfalls nicht angelockt. Es soll ja schon etwas geben, das läuft. Dumm bloß, wenn man als Nutzer nicht weiss, was es macht. Es gibt keine Gründe das zu installieren, wenn man die Beschreibungen liest.

Also auch mal dokumentiert: Observe, Design, Hack!

Und immer an Neueinsteiger denken, sonst ist Euer Zeug bald nur was für Experten, und wir haben wieder eine Hierachie von Leuten: Und zwar die, die eingeweiht sind oder dafür bezahlt werden, sich damit zu beschäftigen, und den Leuten, die zum reinen Konsum verurteilt sind.

Übrigens bezweifele ich, dass es viele Entwickler von Gnunet und Secushare gibt, so wie ich die im Netz veröffentlichten Namen der Entwickler und die Fortentwicklung der Software beobachte...

Wenn sich da nichts ändert, ist die Software auch tot, bevor sie im größeren Einsatz ist.

(By the way: Diese Drupal6-default-Seite bei gnunet.org mit dem plug-in für Books gehört auf den Müll. Sie ist unübersichtlich und lahm.)

(Übrigens: Dieser Artikel soll konstruktive Kritik sein, damit sich etwas an GnuNet ändert. Mehr nicht.)