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Gewerkschaften

Hier gibt es Artikel zum Thema Gewerkschaften und Arbeitswelt.

Die Gewerkschaft macht's mit uns...

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Zitat IG-Metall(externer Link) :
"Auf der heutigen Betriebsversammlung haben IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsführung die Belegschaft über die neue Standortsicherung informiert.
Kern des Tarifvertrages zur Standortsicherung ist der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31.03.2020.

Im Gegenzug sind weiterhin 50% des tariflichen Urlaubsgeldes vom Unternehmenserfolg abhängig und die Beschäftigten beteiligen sich an den notwendigen Qualifizierungen im Unternehmen.
...
Nach der Betriebsversammlung legten die Beschäftigten im Rahmen eines Warnstreiks die Arbeit für zwei Stunden nieder um die Forderungen der IG Metall in der Tarifrunde 2015 zu unterstreichen."

Zitat IG-Metall(externer Link) :
"Die IG Metall geht mit drei Themen in die Tarifrunde 2015 - Mehr Geld, verbesserte Altersteilzeit, geförderte Bildungsteilzeit"

Eine merkürdige Pressemitteilung

Posted in Gewerkschaften

Ist Bernd Riexinger, Linke-Vorsitzender, nun für die "Tarifeinheit" (sprich ein Streikverbot) oder dagegen? Lest selbst:

Bernd Riexinger im Mai 2014 in Berlin Foto: Blömke/Kosinsky/Tschöpe Lizenz: CC BY-SA 3.0
Riexinger beim Reden


27. Juni 2014 Bernd Riexinger

...Er erklärt:

Was jetzt als "Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit" bekannt wurde, ist nichts anderes als ein fundamentaler Angriff auf das Streikrecht und die Verfassung. Im Kern will die Bundesregierung das Recht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sich frei in einer Gewerkschaft zu organisieren und für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu kämpfen, entscheidend einschränken. Dieses Recht steht nicht irgendwo sondern im Grundgesetz. Das ist Verfassungsbruch mit Ansage und hat in Karlsruhe niemals Bestand. Die Tarifeinheit ist sinnvoll, aber sie muss von Gewerkschaften selbst durchgesetzt werden. Ich erwarte, dass die Bundesregierung den Beschluss der DGB-Gewerkschaften respektiert, die eine solche Regelung ablehnen. Ich erwarte, dass die Arbeitsministerin sich umgehend zu diesen Eckpunkten positioniert. Und ich erwarte, dass die SPD im Bundestag diesem Vorhaben eine Absage erteilt. Einen schmutzigen Deal Mindestlohn gegen Beschneidung des Streikrechts darf es nicht geben.

Ich lese daraus, dass er für die Gesetzesvorlage ist, nur solle man sie nicht dem Bundestag, sondern "den Gewerkschaften" vorlegen. Nun gibt es keinen "Gewerkschaftstag", der so etwas beschließen könnte. Das Gesetz beinhaltet m.W.n., dass nur die mitgliederstärkste Gewerkschaft in einem Betrieb dort auch streiken darf. Ob das sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Es würden wohl kaum alle Gewerkschaften dafür stimmen, zumindest die Kleineren, denen das Streiken dann verboten werden würde und die schon manchen für sie erfolgreichen Streik geführt haben, werden wohl dagegen sein. Also soll eine Mehrheit von größeren Gewerkschaften den Kleineren etwas aufdrängen können. Solch eine Macht sollte wohl eher der Bundestag haben, als eine Lobbyorganisation wie DGB oder Ähnliche. Die Macht der Gewerkschaften nährt sich aus Streiks. Sollen jetzt die großen Gewerkschaften für die Riexingers Meinung nach "sinnvolle" Tarifeinheit streiken, sprich dafür streiken, dass Andere nicht streiken dürfen ???

Was für ein Verständnis hat der Mann eigentlich von Gewerkschaften? Wieso können sie auf Politik Einfluß nehmen? Sie streiken ja nicht gegen die Politik, z.B. gegen Hartz IV. Dürfen und können sie ja auch nicht, sagen sie. Was gibt es da für Deals, dass die Gewerkschften so ruhig sind?

Von welchem schmutzigen Deal schreibt er in der Pressemitteilung zum Schluß?
Von einem Deal zwischen DGB-Gewerkschaftsbossen und Politik?
Einem, dass die Gewerkschaftsbosse einen zu niedrigen Mindestlohn für diejenigen, die heute schon mehr verdienen (Festangestellte, längere Betriebszugehörigkeit, keine prekäre Branche) als Mindestlohn akzeptieren, -also im Prinzip einen wirkungslosen Mindestlohn-, im Tausch dagegen, dass die Politik den DGB-Gewerkschaften das Streikmonopol verschafft, sie zum alleinigen Verhandlungspartner der Politik macht, der DGB noch mächtiger wird, und die Konkurrenz um die Macht, die kleinen Gewerkschaften, entmachtet?

Gewerkschaft erpresst Mitglieder

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Opel-Werk Bochum I. Noch gibt es es Foto: Stahlkocher Lizenz: CC BY-SA 3.0
Opel-Werk Bochum I


Der Kreis schliesst sich...
Die IG Metall erpresst wieder ihre Mitglieder bei Opel in Bochum. Mit dem Film von 2004 dazu hatte ich mein Blog eröffnet. Nun sagt der Betriebsratsvorsitzende von Opel in Bochum dasselbe(externer Link) .

Die US-Firmenleitung von Opel kündigte an, das Werk in Bochum fast komplett zu schließen. Dazu hat der Gesamtbetriebsrat von Opel unter IG-Metall-Führung einen "Masterplan" verhandelt, und ihn eigenmächtig, zusammen mit dem bundesdeutschen IG-Metall-Vorstand, unterschrieben und das dem Werk in Bochum über die Presse mitgeteilt.

raus!
Den Vertrag müssen die Betriebsräte aller Werke unterschreiben. Wenn sie es nicht tun, dann sind sie "raus, und auf sich alleine gestellt". Das sind unsere tollen Gewerkschaften, die für alle etwas tun und das Gemeinwohl im Blick haben. Demokratie spielt keine Rolle.

So gehen sie sicher auch mit Mitgliedern um. Deshalb: Austreten! Jetzt! Das geht mit einem formlosen Schreiben an die Geschäftsstelle unter Beifügung des Mitgliedsausweises. Dazu spart Ihr noch Geld: 1% des Brutto. Das ist doch mal eine Tariferhöhung. Nur wenn Ihr genau der Meinung der IG-Metall-Führung seid, lohnt sich die Mitgliedschaft. Andernfalls ist jeder "raus, und auf sich alleine gestellt".

Ganzen Beitrag lesen ...

Der erste Grund aus Gewerkschaften auszutreten

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Hier kommt eines der ersten Ereignisse, die mich bewegten aus der Gewerkschaft auszutreten.

2004 bei Opel Bochum knüpfte die IG-Metall ihre Bereitschaft zu verhandeln daran, dass die Belegschaft nicht streikt. Wie wollen die denn verhandeln, wenn sie nicht streiken ? "Bitte, bitte" machen?

Hier zum Direktdownload

Sie haben die letzten 10 Jahre nie gestreikt, solange ich sie kenne. Da kann ich den Mitgliedsbeitrag besser einem guten Zweck zuführen.

Gewarnstreikt haben sie mal, für "ERA", was tarifliche Lohneinbußen brachte, besonders für Neuangestellte.

Bei Mercedes haben sie auch einen Streik einfach abgebrochen, obwohl dort die größte Mehrheit organisiert war. So kam es in Deutschland zu den schlechtesten Veränderungen der Arbeitsbedingungen in Europa. Neben schlechter Lohnentwicklung noch prekäre Beschäftigung und viel mehr Leiharbeiter. Für die schlechter Gestellten könnte man ja auch mal streiken. Aber die Gewerkschaft heute ist nur noch eine Interessenvertretung der Besserverdienenden.

Wenn Gewerkschaften mal demonstrieren, tun sie das im Stadion, damit auch ja nicht die öffentliche Ordnung beeinträchtigt wird! Echt: siehe z.B.: N-TV über Demo im Frankfurter Stadion(externer Link)